Böbing feiert den Klassenerhalt

Der SC Böbing gewinnt den Abstieg-Knaller in Birkland, hält damit die Klasse. Am letzten Spieltag wollen die Böbinger nun noch Birkland retten.

Sekunden vor Spielbeginn nimmt Georg Schwaller noch einen Schluck aus der Wasserflasche. Der Spielertrainer des SC Böbing ist aufgeregt. Für seine Mannschaft geht es beim Gastspiel in Birkland um viel. Mit einem Sieg kann der Klassenerhalt perfekt gemacht werden. Das gleiche gilt für die Gastgeber. „Ich habe Gänsehaut. Am liebsten würde ich selber mitspielen“, sagt er zu seinen Ersatzspielern. Eine Verletzung hält ihn aber davon ab. Er muss heute seinen Spielern vertrauen, kann nicht selbst eingreifen. Sein Team enttäuscht ihn nicht, gewinnt verdient mit 2:0, hält die Klasse. „Es war eine schwierige Partie, aber ich bin erleichtert, dass wir einen Dreier geholt haben“, sagt Schwaller hinterher und lächelt. „Die erste Viertelstunde hat mir nicht gefallen. Danach waren wir aber gut im Spiel, sind hinten super gestanden, haben kaum etwas zugelassen. Jetzt können wir feiern.“

Nüchtern fällt hingegen die Analyse von Birklands Coach Dominik Socher aus. Er hatte im Gegensatz zu seinem Pendant aus Böbing 90 Minuten auf dem Platz gestanden, hautnah erlebt, wie seine Mannschaft mit zunehmender Spielzeit verkrampfte, in der Offensive zu wenig Durchschlagskraft hatte. „Es war einfach zu wenig. Wenn man kein Tor schießt, kann man nicht gewinnen. Wir haben zu viele Gelegenheiten liegen lassen und sind nach dem Rückstand nicht bissig genug gewesen.“ Die Birkländer müssen nun weiter zittern, ihren hauchdünnen Vorspruch (ein Punkt vor Türk Gücü Schongau, das auf dem ersten Aufstiegsplatz liegt) am letzten Spieltag verteidigen. Die Türken müssen am letzten Spieltag übrigens gegen Böbing ran. SCB-Coach Schwaller verspricht Schützenhilfe: „Wir werden uns nicht hängenlassen, am letzten Spieltag nochmal alles geben.“

Das tat sein Team auch in Birkland und ging deshalb in der 36. Minute verdient in Führung. Franz Petregger setzte sich auf der rechten Seite durch, schob den Ball zum 1:0 über die Linie. Von den Gastgeber war bis dahin nicht viel zu sehen gewesen. Die einzige gefährliche Offensiv-Aktion hatte Spielertrainer Socher, der einen Ball an die Latte setzte.

Im zweiten Durchgang hatte Socher dann mehrmals den Ausgleich auf dem Fuß. Zweimal trat er aus aussichtsreicher Position zum Freistoß an, zweimal jagte der die Kugel übers Tor.

Quasi mit den Schlusspfiff machten die Böbinger dann alles klar. David Gretschmann vollendete einen Konter mit dem 2:0 und sorgte für Entspannung bei seinem Trainer. 

Text: Thomas Fritzmeier

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